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Wunschsystem im Dienstplan: Fairness und Prioritäten

Dienstplanung mit Mitarbeiterwünschen: Wunschsysteme, Prioritäten und faire Balance zwischen Bedürfnissen und Betriebsablauf.

5 Min. Lesezeit
Mitarbeiter gibt Wünsche für Dienstplan ab

Wunschsystem im Dienstplan: Fairness und Prioritäten

Mitarbeiter haben ein Leben außerhalb der Arbeit. Wer deren Wünsche ernst nimmt, bekommt motiviertere Teams und weniger Krankmeldungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wunschsystem sorgt für Fairness
  • Fristen für Wunschabgabe definieren
  • Prioritäten für wichtige Anlässe
  • Balance zwischen Wünschen und Betrieb
  • Transparente Entscheidungen

Warum Wünsche berücksichtigen?

Die Vorteile

Was es bringt:

VorteilBeschreibung
ZufriedenheitMitarbeiter fühlen sich gehört
MotivationBessere Arbeitsmoral
Weniger KrankmeldungenKeine "Krankfeiern"
Geringere FluktuationMitarbeiter bleiben
PlanungssicherheitWeniger spontane Ausfälle

Ohne Berücksichtigung

Was passiert:

  • Frust – "Meine Bedürfnisse zählen nicht"
  • Krankmeldung – Wenn man unbedingt frei braucht
  • Kündigung – Bei dauerhafter Ignoranz
  • Schlechte Stimmung – Teamklima leidet
  • Mehrarbeit – Ersatz für Ausfälle finden

Wünsche digital erfassen

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Wunschsystem einrichten

Arten von Wünschen

Was Mitarbeiter wünschen können:

WunschBeispiel
WunschfreiBestimmter Tag frei
WunschschichtLieber Früh- als Spätschicht
WunschtageArbeiten an bestimmten Tagen
Wunsch-NichtBestimmte Tage vermeiden

Kontingent pro Mitarbeiter

Wie viele Wünsche:

  • Pro Monat – Z.B. 3 Wunschfrei-Tage
  • Pro Quartal – Z.B. 2 Wunschwochenenden
  • Prioritätswünsche – Z.B. 2 pro Jahr für wichtige Anlässe
  • Flexible Wünsche – Unbegrenzt, ohne Garantie

Abgabefristen

Wann melden:

PlanungszeitraumWunschabgabe bis
Wochenplan1 Woche vorher
2-Wochen-Plan10 Tage vorher
Monatsplan3 Wochen vorher
Quartalsplan6 Wochen vorher

Prioritäten setzen

Wichtige Anlässe

Was Vorrang hat:

PrioritätAnlass
HochHochzeit (eigene), Beerdigung
HochGeburt des Kindes
MittelFamilienfeier, Jubiläum
MittelArzttermin (nicht verschiebbar)
NormalFreizeitaktivität, Konzert

Kollisionen lösen

Wenn mehrere dasselbe wollen:

  • Höhere Priorität – Hochzeit vor Konzert
  • Wer zuerst kommt – Bei gleicher Priorität
  • Rotation – Wer letztes Mal verzichten musste
  • Soziale Kriterien – Schulpflichtige Kinder in Ferien
  • Kompromiss – Halber Tag, Tausch

Nachweispflicht

Wann Nachweis:

AnlassNachweis
HochzeitEinladung
ArztBestätigung
FamilienfestNicht zwingend
FreizeitaktivitätNicht nötig

Wünsche automatisch priorisieren

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Erfassungsmethoden

Digital

Moderne Erfassung:

MethodeVorteil
AppImmer verfügbar
WebportalSelbstständig eintragen
KalenderintegrationÜbersichtlich
BenachrichtigungStatus automatisch

Analog

Klassisch:

  • Wunschbuch – Zentral im Betrieb
  • Formular – Standardisiert
  • Aushang – Wunschliste am Schwarzen Brett
  • Nachteile – Aufwändige Auswertung
  • Keine sofortige Übersicht
  • Verlustgefahr

Hybrid

Kombination:

ElementDigitalAnalog
ErfassungApp/WebPapierformular
ÜbertragungAutomatischManuell durch PL
ÜbersichtEchtzeitTabellenkalklulation

Balance halten

Betriebliche Erfordernisse

Was Vorrang hat:

ErfordernisEinschränkung
MindestbesetzungMuss erfüllt sein
QualifikationRichtige Leute vor Ort
KundenversprechenÖffnungszeiten, Termine
Gesetzliche VorgabenArbZG, Tarifvertrag

Nicht alle Wünsche erfüllbar

Realistisch kommunizieren:

  • Vorher – "Wünsche werden berücksichtigt, nicht garantiert"
  • Bei Ablehnung – Grund erklären, Alternative bieten
  • Transparent – Regeln für alle gleich
  • Fair – Dokumentieren, wer wann verzichtet hat

Grenzen setzen

Wann Nein sagen:

SituationReaktion
Betrieb gefährdetAblehnen mit Begründung
Zu spät gemeldetNur wenn möglich
Immer dieselben TageRotation durchsetzen
Keine Begründung nötigBei freien Kapazitäten

Feedback und Verbesserung

Erfüllungsquote messen

Was tracken:

KennzahlZiel
Erfüllte Wünsche>80%
Abgelehnte Wünsche<20%
AblehnungsgründeDokumentieren
MitarbeiterzufriedenheitRegelmäßig erfragen

Anpassungen

Wenn es nicht funktioniert:

  • Quote zu niedrig – Mehr Personal, flexiblere Regeln
  • Immer Kollisionen – Frühere Abgabe, mehr Kontingent
  • Unzufriedenheit – Transparenz erhöhen
  • Ausnutzung – Striktere Regeln

Häufige Fragen

Nein, es gibt keine Pflicht. Aber: Urlaubswünsche müssen laut § 7 BUrlG berücksichtigt werden, solange keine dringenden betrieblichen Belange entgegenstehen. Bei Dienstplanwünschen außerhalb des Urlaubs haben Sie mehr Spielraum, sollten aber fair und nachvollziehbar entscheiden.
Kontingente helfen. Wenn jeder z.B. 3 Wünsche pro Monat hat, ist klar, wann das Limit erreicht ist. Bei wichtigen Gründen Einzelfall prüfen. Gespräch suchen, wenn jemand das System ausnutzt.
In Grenzen ja. Bei Schulferien ist es üblich, Eltern mit schulpflichtigen Kindern zu bevorzugen. Eine generelle Bevorzugung bei jedem Wunsch ist aber unfair gegenüber Kinderlosen. Balance finden.
Dann greift die Direktionsweisung des Arbeitgebers. Sie können Mitarbeiter einteilen. Nutzen Sie aber erst alle Optionen: Tausch anbieten, Zuschlag, rotieren. Und dokumentieren Sie, wer bereits unbeliebte Dienste hatte.
Das hängt von Ihren Regeln ab. Vor der Planerstellung sollte das möglich sein. Nach Veröffentlichung des Dienstplans nur noch per Tausch mit Kollegen. Klare Regeln kommunizieren.

Fazit

Mitarbeiterwünsche ernst zu nehmen zahlt sich aus: zufriedenere Teams, weniger Krankmeldungen, geringere Fluktuation. Mit einem fairen Wunschsystem, klaren Regeln und transparenten Entscheidungen schaffen Sie die Balance zwischen Mitarbeiterbedürfnissen und Betriebsablauf. Perfektion ist nicht möglich – aber Fairness und Nachvollziehbarkeit sind es.

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