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Zeiterfassung in der Gastronomie: Restaurant und Hotel

Zeiterfassung speziell für Gastronomie und Hotellerie: Schichtplanung, Mindestlohn-Dokumentation und flexible Arbeitszeiten.

4 Min. Lesezeit
Servicekraft stempelt sich in Restaurant-Terminal ein

Zeiterfassung in der Gastronomie: Restaurant und Hotel

Die Gastronomie stellt besondere Anforderungen an die Zeiterfassung: Flexible Arbeitszeiten, Schichtbetrieb, Saisonarbeit und strenge Dokumentationspflichten. Dieser Guide zeigt, wie Sie diese Herausforderungen meistern.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Gastronomie gelten strenge Dokumentationspflichten (Mindestlohn)
  • Schichtplanung und Zeiterfassung sollten integriert sein
  • Flexible Erfassungsmethoden (Terminal, App) sind wichtig
  • Pausenregelungen müssen eingehalten und dokumentiert werden
  • Saisonale Schwankungen erfordern flexible Systeme

Besondere Anforderungen in der Gastronomie

Schichtbetrieb und flexible Zeiten

Die Gastronomie ist geprägt von:

  • Wechselnde Schichten: Früh-, Spät-, Nachtschicht
  • Geteilte Dienste: Mittag- und Abendservice
  • Kurzfristige Änderungen: Unvorhergesehenes Aufkommen
  • Stoßzeiten: Unterschiedliche Auslastung je nach Tageszeit

Personalstruktur

Typische Herausforderungen:

PersonalHerausforderung
FestangestellteSchichtplanung
TeilzeitkräfteVariable Stunden
Minijobber556-Euro-Grenze
SaisonkräfteBefristung, Einarbeitung
AushilfenKurzfristige Einsätze

Rechtliche Besonderheiten

In der Gastronomie gelten spezielle Regelungen:

  • Mindestlohn-Dokumentation: Aufzeichnungspflicht
  • Arbeitszeitgesetz: Höchstarbeitszeiten, Pausen
  • Sonn- und Feiertagsarbeit: Erlaubt, aber reguliert
  • Jugendarbeitsschutz: Bei minderjährigen Auszubildenden

Mindestlohn-Dokumentation

Die Aufzeichnungspflicht

Das Mindestlohngesetz (MiLoG) verpflichtet Arbeitgeber zur Dokumentation:

  • Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit
  • Innerhalb von 7 Tagen nach Erbringung
  • Aufbewahrung für mindestens 2 Jahre

Rechtlicher Hinweis

Die Dokumentationspflicht gilt für Minijobber, Saisonarbeitskräfte und weitere in § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannte Bereiche – dazu gehört die Gastronomie.

Bußgelder bei Verstößen

Bei Verstößen gegen die Dokumentationspflicht drohen:

  • Bußgelder bis zu 30.000 Euro
  • Verschärfte Kontrollen
  • Reputationsschäden

Schichtplanung in der Gastronomie

Besonderheiten der Schichtplanung

In der Gastronomie müssen Sie berücksichtigen:

Personalbedarfsplanung:

  • Erwartete Gästezahl
  • Reservierungen und Events
  • Wetter und Saison
  • Urlaub und Ausfälle

Qualifikationsanforderungen:

  • Küche vs. Service
  • Erfahrene vs. neue Mitarbeiter
  • Sprachkenntnisse
  • Kassenberechtigung

Integration von Planung und Erfassung

Ein integriertes System bietet:

  • Plan-Ist-Vergleich in Echtzeit
  • Automatische Warnungen bei Abweichungen
  • Einfacher Schichttausch
  • Überstundenkontrolle

Zeiterfassungsmethoden für die Gastronomie

Stationäre Terminals

Terminals im Betrieb:

Vorteile:

  • Robust und zuverlässig
  • Für alle Mitarbeiter nutzbar
  • Manipulation erschwert

Nachteile:

  • Stau bei Schichtwechsel
  • Ortsgebunden
  • Investitionskosten

Mobile App

Smartphone-basierte Erfassung:

Vorteile:

  • Flexibel einsetzbar
  • Günstig in der Einführung
  • Zusatzfunktionen (Dienstplan einsehen)

Nachteile:

  • Mitarbeiter brauchen Smartphone
  • Akzeptanz unterschiedlich
  • Manipulationsrisiko

Kassensystem-Integration

Verknüpfung mit dem Kassensystem:

Vorteile:

  • Keine zusätzliche Hardware
  • Mitarbeiter-Login bereits vorhanden
  • Integration mit Trinkgeld-Erfassung

Nachteile:

  • Abhängigkeit vom Kassenhersteller
  • Begrenzte Funktionalität

Praxistipps für die Gastronomie

Pausenregelung durchsetzen

Pausen müssen gewährt und dokumentiert werden:

  • Pausenräume bereitstellen
  • Pausenzeiten in den Dienstplan integrieren
  • Automatische Pausenabzüge konfigurieren
  • Kontrolle durch Vorgesetzte

Überstunden managen

Überstunden in der Gastronomie:

  • Überstundenkonten führen
  • Zeitnahen Ausgleich ermöglichen
  • Maximal zulässige Arbeitszeit beachten
  • Mehrarbeitszuschläge berücksichtigen

Saisonale Schwankungen meistern

Für saisonale Betriebe:

  • Flexible Arbeitszeitkonten
  • Saisonverträge sauber dokumentieren
  • Urlaubsplanung in der Nebensaison
  • Mitarbeiter rechtzeitig informieren

Häufige Fragen zur Zeiterfassung in der Gastronomie

Ja, gerade bei Minijobs ist die Dokumentation besonders wichtig. Das Mindestlohngesetz schreibt die Aufzeichnung der Arbeitszeit für geringfügig Beschäftigte vor.
Bei geteilten Diensten werden beide Schichten separat erfasst. Moderne Systeme erlauben mehrfaches Ein- und Ausstempeln am Tag.
Bei einer Kontrolle müssen Sie die Arbeitszeitaufzeichnungen vorlegen können. Mit einem digitalen System haben Sie diese sofort griffbereit – auch für zurückliegende Zeiträume.
Trinkgeld ist separat von der Arbeitszeit zu erfassen. Die Arbeitszeiterfassung dokumentiert nur die geleisteten Stunden, nicht die Vergütung.

Fazit

Die Zeiterfassung in der Gastronomie erfordert flexible Lösungen, die den besonderen Anforderungen der Branche gerecht werden. Mit dem richtigen System erfüllen Sie nicht nur die Dokumentationspflichten, sondern optimieren auch Ihre Personalplanung.

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