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Zeiterfassung in der Arztpraxis

Zeiterfassung für Arztpraxen: MFA-Arbeitszeit, Sprechstunden und Notdienst richtig erfassen.

5 Min. Lesezeit
MFA in der Arztpraxis mit Zeiterfassung

Zeiterfassung in der Arztpraxis

Arztpraxen haben besondere Arbeitszeiten: Sprechstunden zu festen Zeiten, aber auch Notfälle zwischendurch. Die Zeiterfassung für medizinische Fachangestellte (MFA) und anderes Praxispersonal muss diese Besonderheiten abbilden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sprechstundenzeiten bestimmen den Personalbedarf
  • MFA-Arbeitszeit folgt nicht den Sprechstunden 1:1
  • Vor- und Nachbereitung ist Arbeitszeit
  • Notdienst und Bereitschaft separat regeln
  • Teilzeit weit verbreitet

Besonderheiten in Arztpraxen

Sprechstundenzeiten

Typische Sprechzeiten einer Hausarztpraxis:

TagSprechstunde
Mo8:00-12:00, 15:00-18:00
Di8:00-12:00
Mi8:00-12:00
Do8:00-12:00, 15:00-18:00
Fr8:00-12:00

Arbeitszeit ≠ Sprechstunde

MFA-Arbeitszeit geht über die Sprechstunde hinaus:

ZeitTätigkeit
Vor SprechstundePraxis öffnen, vorbereiten
SprechstundePatientenbetreuung
Nach SprechstundeAufräumen, Dokumentation, Labor

Personalstruktur

PositionAufgaben
ÄrzteSprechstunde, Behandlung
MFAEmpfang, Assistenz, Labor
PraxismanagerOrganisation, Abrechnung
ReinigungOft extern

Zeiterfassung für Arztpraxen

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Arbeitszeit der MFA

Typische Arbeitszeiten

Bei geteilten Sprechstunden:

  • 7:30 Praxis öffnen, vorbereiten
  • 8:00 Sprechstundenbeginn
  • 12:00 Sprechstundenende
  • 12:30 Nachbereitung, Pause
  • 14:30 Vorbereitung
  • 15:00 Sprechstundenbeginn
  • 18:00 Sprechstundenende
  • 18:30 Nachbereitung, Feierabend

Geteilte Arbeitszeit

Bei Praxen mit Mittags­unterbrechung:

  • Vormittag: 7:30 - 12:30
  • Nachmittag: 14:30 - 18:30
  • Dazwischen: Frei oder Pause

Arbeitszeit: Die Mittagsunterbrechung ist keine Arbeitszeit, wenn:

  • Mindestens 2 Stunden (oft mehr)
  • Mitarbeiter kann frei disponieren
  • Nicht auf Abruf

Nur Vormittage

Viele MFA arbeiten Teilzeit nur vormittags:

  • Sprechstunden-Kernzeit
  • Ca. 20-25 Stunden/Woche
  • Gut vereinbar mit Familie

Pausen in der Praxis

Regelung

ArbeitszeitPause
Bis 6 StundenKeine Pflicht
6-9 Stunden30 Minuten
Über 9 Stunden45 Minuten

Praxis-Besonderheiten

  • Pause oft nach der Vormittagssprechstunde
  • Bei durchgehender Sprechstunde: Pause organisieren
  • Empfang muss besetzt bleiben → Ablösung

Kurze Leerläufe

Kurze Pausen zwischen Patienten:

  • Keine Arbeitsunterbrechung
  • Bleiben Arbeitszeit
  • Nicht von Pause abziehen

Notdienst und Bereitschaft

Notdienst (ärztlich)

Bei ärztlichem Notdienst:

  • MFA-Begleitung oft nötig
  • Arbeitszeit für MFA
  • Zuschläge beachten

Telefonbereitschaft

Wenn MFA telefonisch erreichbar sein müssen:

  • Rufbereitschaft = nur bei Einsatz Arbeitszeit
  • Bereitschaftsdienst = komplett Arbeitszeit
  • Klare Regelung nötig

Notfall in der Sprechstunde

Wenn Notfälle die Sprechstunde verlängern:

  • Überstunden entstehen
  • Zeiterfassung dokumentiert Ist-Zeit
  • Ausgleich oder Vergütung

Überstunden im Blick

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Zeiterfassung in der Praxis

Einfache Methoden

MethodeVorteile
Terminal am EmpfangZentral, schnell
Tablet im SozialraumDiskret
Smartphone-AppFlexibel

Was erfassen?

Mindestens:

  • Arbeitsbeginn
  • Arbeitsende
  • Pausen (wenn über 6 h)

Optional:

  • Nachmittagsschicht separat
  • Notdienst-Zeiten
  • Fortbildungen

MVZ und Gemeinschaftspraxen

Mehrere Standorte

Bei Praxen an mehreren Orten:

  • Einsatz an verschiedenen Standorten
  • Fahrtzeit zwischen Standorten = Arbeitszeit
  • Zeiterfassung standortübergreifend

Größere Teams

In MVZ und größeren Praxen:

  • Mehr Mitarbeiter = mehr Koordination
  • Schichtplanung nötig
  • Vertretungsregelungen

Häufige Fragen

Nein, wenn die Unterbrechung lang genug ist (mindestens 2 Stunden) und der Mitarbeiter frei über die Zeit verfügen kann, ist es keine Arbeitszeit. Bei kurzen Unterbrechungen oder Rufbereitschaft ist es anders.
Die Zeiterfassung dokumentiert die tatsächliche Arbeitszeit. Wenn ein Notfall die Sprechstunde verlängert, entstehen Überstunden. Diese können durch Freizeit ausgeglichen oder vergütet werden.
Ja, die Vorbereitung vor der Sprechstunde (Praxis öffnen, Computer hochfahren, Material bereitstellen) ist Arbeitszeit und muss erfasst werden. Das gilt auch für die Nachbereitung.
Fortbildungen während der Arbeitszeit sind normale Arbeitszeit. Externe Fortbildungen außerhalb der Arbeitszeit können je nach Vereinbarung als Arbeitszeit gelten oder nicht. Das sollte im Arbeitsvertrag oder einer Vereinbarung geregelt sein.
Ja, auch als kleine Praxis müssen Sie die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter erfassen – das fordert das Bundesarbeitsgericht. Für eine oder zwei MFA reicht eine einfache Lösung, aber dokumentiert werden muss es.

Fazit

Zeiterfassung in Arztpraxen muss die besonderen Arbeitszeiten abbilden: Sprechstunden, Vor- und Nachbereitung, geteilte Arbeitszeit und gelegentliche Notdienste. Eine einfache App oder ein Terminal am Empfang reicht für die meisten Praxen aus. Wichtig ist, dass alle Arbeitszeiten – nicht nur die Sprechstundenzeiten – korrekt erfasst werden.

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