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Nicht-abrechenbare Zeit sinnvoll erfassen

Nicht-abrechenbare Zeit erfassen: Warum interne Stunden dokumentieren? Tipps für den Umgang mit Non-billable Hours.

5 Min. Lesezeit
Erfassung von nicht-abrechenbaren Projektzeiten

Nicht-abrechenbare Zeit sinnvoll erfassen

Nicht jede Arbeitsstunde kann dem Kunden in Rechnung gestellt werden. Trotzdem lohnt es sich, auch diese Zeiten zu dokumentieren. Warum – und wie?

Das Wichtigste in Kürze

  • Interne Zeit ist auch Arbeitszeit
  • Dokumentation wichtig für Kalkulation
  • Hilft bei Optimierung von Prozessen
  • Basis für realistische Stundensätze
  • Gesetzliche Erfassungspflicht gilt auch hier

Was ist nicht-abrechenbare Zeit?

Definition

Zeit, die nicht einem Kundenprojekt zugeordnet werden kann:

KategorieBeispiele
AkquiseAngebote schreiben, Pitches
AdministrationE-Mails, Buchhaltung
WeiterbildungSchulungen, Lektüre
MeetingsInterne Besprechungen
OrganisationPlanung, Koordination

Billable vs. Non-billable

  • Billable (abrechenbar) – Projektarbeit für Kunden
  • Meetings mit Kunden
  • Dokumentation für Kunden
  • Non-billable (nicht abrechenbar) – Interne Meetings
  • Akquise
  • Administration
  • Weiterbildung

Warum interne Zeit erfassen?

Vollständiges Bild

Nur mit allen Zeiten verstehen Sie:

  • Wie viel Zeit für Overhead draufgeht
  • Wie Ihre tatsächliche Auslastung ist
  • Wo Optimierungspotenzial liegt
  • Ob Ihre Stundensätze realistisch sind

Kalkulationsgrundlage

Für realistische Preise:

RechnungBeispiel
Gesamt-Arbeitszeit160 h/Monat
Billable Rate70%
Billable Stunden112 h
Umsatz bei 100 €/h11.200 €
Non-billable Stunden48 h
Kosten für OverheadIn Stundensatz einkalkulieren

Optimierung

Durch Analyse der Non-billable-Zeit:

  • Welche internen Prozesse dauern zu lang?
  • Wo kann automatisiert werden?
  • Sind Meetings effizient?
  • Wie viel Zeit geht für Admin drauf?

Alle Zeiten erfassen

MyTimeTracker unterscheidet billable und non-billable – für vollständige Übersicht.

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Kategorien für interne Zeit

Typische Kategorien

KategorieWas darunter fällt
AdminE-Mails, Telefonate, Buchhaltung
AkquiseAngebote, Pitches, Networking
TrainingWeiterbildung, Zertifizierungen
MeetingsInterne Meetings, Standups
RecruitingInterviews, Onboarding
OrgaPlanung, Prozesse, Tools

Detailgrad

Die richtige Granularität finden:

  • "Internes" (alles in einem Topf)
  • Akquise
  • Admin
  • Training
  • Meetings
  • E-Mails intern
  • E-Mails extern
  • Telefon intern
  • Telefon extern
  • ... (zu viele Kategorien)

Erfassung in der Praxis

Wie erfassen?

Gleich wie billable Zeit:

  • Beim Wechsel der Tätigkeit buchen
  • Kurze Beschreibung hinzufügen
  • Projekt = "Intern" oder Kategorie
  • Am Ende des Tages kontrollieren

Ehrlich sein

Versuchung: Weniger interne Zeit buchen, um besser auszusehen.

Warum das schadet:

  • Kalkulation wird falsch
  • Überlastung nicht erkennbar
  • Optimierungspotenzial bleibt verborgen
  • Unrealistische Erwartungen entstehen

Transparente Zeiterfassung

MyTimeTracker macht die Erfassung einfach – für billable und non-billable.

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Auswertung und Analyse

Kennzahlen

Wichtige Metriken:

KennzahlBerechnung
Billable RateBillable / Gesamt × 100
Overhead-QuoteNon-billable / Gesamt × 100
Akquise-QuoteAkquise / Non-billable × 100
Admin-QuoteAdmin / Non-billable × 100

Benchmarks

Je nach Branche unterschiedlich:

BrancheTypische Billable Rate
Beratung70-85%
Agentur60-75%
IT-Dienstleister65-80%
Handwerk75-90%

Trends erkennen

Über Zeit beobachten:

  • Steigt die Admin-Zeit?
  • Sinkt die Akquise (gut oder schlecht?)?
  • Wie entwickelt sich die Billable Rate?

Reduzierung von Overhead

Ansatzpunkte

Wo Zeit sparen?

BereichMaßnahme
E-MailsFeste Zeiten, keine ständige Prüfung
MeetingsKürzere Meetings, Agenda vorher
AdminAutomatisierung, Tools
AkquiseQualität vor Quantität

Was nicht optimieren

Manche Non-billable-Zeit ist wichtig:

  • Weiterbildung → Investition
  • Strategische Planung → Langfristig wertvoll
  • Teamevents → Motivation
  • Sorgfältige Akquise → Bessere Projekte

Gesetzliche Pflicht

Arbeitszeitgesetz

Auch Non-billable-Zeit ist Arbeitszeit:

  • Muss erfasst werden
  • Zählt zur Höchstarbeitszeit
  • Keine Ausnahme für "interne" Arbeit

Vollständigkeit

Für Compliance wichtig:

  • Alle Arbeitsstunden dokumentieren
  • Nicht nur Kundenprojekte
  • Auch Meetings, Admin, Weiterbildung
  • Lückenlose Erfassung

Häufige Fragen

Ja, das Arbeitszeitgesetz verlangt die Erfassung aller Arbeitsstunden. Außerdem ist die Erfassung wichtig für realistische Kalkulationen und zur Optimierung Ihrer internen Prozesse.
Detailliert genug, um sinnvolle Auswertungen zu machen. Kategorien wie Akquise, Admin, Training und Meetings reichen meist. Zu viele Unterkategorien machen die Erfassung mühsam.
Das hängt von der Branche ab. In der Beratung sind 70-85% üblich, in Agenturen oft 60-75%. Zu hohe Billable Rates können auf Überlastung oder fehlende Weiterbildung hindeuten.
Analysieren Sie, wohin die Zeit fließt. Häufige Zeitfresser: zu viele Meetings, ineffiziente Admin-Prozesse, ständige E-Mail-Checks. Automatisierung und klare Prozesse helfen.
Kurze Pausen sind in der Regel keine separate Buchung wert. Längere Pausen (Mittagspause) sind ohnehin keine Arbeitszeit. Buchen Sie das, was für Ihre Auswertungen sinnvoll ist.

Fazit

Nicht-abrechenbare Zeit zu erfassen, ist kein Mehraufwand – es ist eine Investition in bessere Entscheidungen. Nur mit vollständigen Daten können Sie realistische Stundensätze kalkulieren, Optimierungspotenzial erkennen und Ihre Auslastung steuern. Außerdem: Die gesetzliche Zeiterfassungspflicht unterscheidet nicht zwischen billable und non-billable. Erfassen Sie alles – und nutzen Sie die Erkenntnisse.

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