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Pausen richtig erfassen: Praxis-Tipps

Pausen in der Zeiterfassung: Automatisch oder manuell? Tipps für die praktische Umsetzung der Pausenregelung.

5 Min. Lesezeit
Mitarbeiter bei der Pause mit Zeiterfassung

Pausen richtig erfassen: Praxis-Tipps

Pausen sind Pflicht – aber wie erfasst man sie praktisch? Automatisch abziehen oder jede Pause stempeln? Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten und gibt Tipps für die Umsetzung im Betrieb.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzliche Mindestpausen: 30 Min. ab 6h, 45 Min. ab 9h
  • Automatische Pausenabzüge sind erlaubt und üblich
  • Manuelle Erfassung ist genauer, aber aufwändiger
  • Flexible Pausengestaltung ist möglich
  • Pausenzeiten müssen nicht minutengenau dokumentiert werden

Gesetzliche Grundlagen

Mindestpausen

Das Arbeitszeitgesetz schreibt vor:

ArbeitszeitMindestpause
Bis 6 StundenKeine Pflicht
6 bis 9 Stunden30 Minuten
Über 9 Stunden45 Minuten

Pausengestaltung

Weitere Regeln:

  • Pausen können aufgeteilt werden (mind. 15 Min. je Abschnitt)
  • Spätestens nach 6 Stunden muss eine Pause genommen werden
  • Pausen sind keine Arbeitszeit (unbezahlt)

Dokumentationspflicht

Pausen müssen nicht minutengenau dokumentiert werden:

  • Nachweis, dass Pausen gewährt wurden
  • Bei Verstößen: Arbeitgeber muss nachweisen können
  • Zeiterfassung sollte Pausenzeit ausweisen

Pausenerfassung automatisch

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Methoden der Pausenerfassung

Automatischer Pausenabzug

Die häufigste Methode in der Praxis:

Funktionsweise:

  • System zieht automatisch Pausenzeit ab
  • Basierend auf Anwesenheitsdauer
  • Keine manuelle Eingabe nötig

Beispiel:

Kommen: 8:00
Gehen: 17:00
Anwesenheit: 9 Stunden
Abzug: 45 Minuten
Arbeitszeit: 8:15

Vorteile:

  • Einfach für Mitarbeiter
  • Kein Vergessen möglich
  • Weniger Verwaltungsaufwand

Nachteile:

  • Nicht flexibel
  • Tatsächliche Pause kann abweichen
  • Bei Durcharbeiten: Abzug trotzdem

Manuelle Pausenerfassung

Mitarbeiter stempeln Pausenbeginn und -ende:

Funktionsweise:

Kommen: 8:00
Pause Start: 12:00
Pause Ende: 12:45
Gehen: 17:15
Arbeitszeit: 8:30

Vorteile:

  • Genaue Erfassung der tatsächlichen Pause
  • Flexible Pausenzeiten
  • Transparent

Nachteile:

  • Mehr Aufwand für Mitarbeiter
  • Vergessen möglich
  • Mehr Korrekturbedarf

Kombinierte Methoden

Viele Systeme kombinieren:

  • Mindestpause automatisch: Wenn nicht gestempelt, wird Mindestpause abgezogen
  • Mehr bei Stempelung: Längere Pausen werden berücksichtigt
  • Warnung bei Verstößen: System warnt, wenn keine Pause genommen wurde

Praxisszenarien

Büro mit fester Mittagspause

Situation: 12:00-13:00 Uhr ist Mittagspause für alle.

Lösung: Automatischer Abzug von 1 Stunde (oder der tatsächlich festgelegten Zeit)

Flexible Arbeitszeit

Situation: Mitarbeiter nehmen Pause, wann es passt.

Lösung: Manuelle Erfassung oder Mindestpause automatisch

Schichtbetrieb

Situation: Pausen müssen in der Schicht genommen werden.

Lösung: Feste Pausenzeiten oder manuelle Erfassung mit Ablösung

Außendienst

Situation: Mitarbeiter unterwegs, Pausen flexibel.

Lösung: App mit manueller Pausenerfassung oder automatischer Abzug

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Typische Probleme und Lösungen

Problem: Mitarbeiter vergisst Pause zu stempeln

Lösungen:

  • Automatischer Mindestabzug als Fallback
  • Erinnerung nach 6 Stunden ohne Pause
  • Nachträgliche Korrektur ermöglichen

Problem: Mitarbeiter arbeitet durch

Lösungen:

  • Hinweis: Pause ist Pflicht
  • Automatischer Abzug unabhängig vom Stempeln
  • Gespräch bei wiederholtem Durcharbeiten

Problem: Unklare Pausenzeiten bei Außendienst

Lösungen:

  • Standardpause automatisch abziehen
  • Klare Regelung kommunizieren
  • Bei abweichender Pause: manuell korrigieren

Problem: Kurze Pausen summieren sich

Lösungen:

  • Nur Pausen ab 15 Min. zählen (gesetzliche Regelung)
  • Kurze Unterbrechungen sind keine Pause
  • Raucherpausen gesondert regeln (falls nötig)

Pausenregelungen im Unternehmen

Was sollte geregelt werden?

ThemaBeispiel
Pausendauer30 Min. oder mehr
PausenzeitpunktFlexibel oder fest
ErfassungsmethodeAutomatisch oder manuell
PausenortArbeitsplatz verlassen?
BesonderheitenRaucherpausen, Kurzpausen

Betriebsvereinbarung

Bei Betriebsrat empfohlen:

  • Regelt Pausenmodalitäten
  • Definiert Erfassungsmethode
  • Schafft Klarheit für alle

Kommunikation

Mitarbeitern erklären:

  • Warum Pausen wichtig sind
  • Wie die Erfassung funktioniert
  • Was bei Problemen zu tun ist

Besondere Situationen

Arbeitsunterbrechung vs. Pause

SituationPause?Arbeitszeit?
MittagspauseJaNein
ToilettengangNeinJa
Kurzes Kaffee holenNeinJa
30 Min. CaféJaNein
ArztbesuchAbhängigIndividuell

Raucherpausen

Häufig diskutiertes Thema:

  • Gesetzlich: Keine Sonderregelung
  • Betrieblich: Kann geregelt werden
  • Möglichkeit: Als Pausenzeit erfassen

Bereitschaftszeit

Besonderheit:

  • Bereitschaft am Arbeitsplatz ≠ Pause
  • Arbeitnehmer muss frei verfügen können
  • Im Zweifel: Keine Pause

Häufige Fragen

Ja, automatische Pausenabzüge sind üblich und erlaubt. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter informiert sind und tatsächlich die Möglichkeit haben, die Pause zu nehmen. Bei Durcharbeiten muss der Abzug ggf. korrigiert werden.
Sprechen Sie das mit Ihrem Vorgesetzten ab. Grundsätzlich sind Pausen Pflicht und nicht optional. Wenn regelmäßig weniger Pause möglich ist, sollte die Regelung angepasst oder die Arbeitsorganisation überprüft werden.
Beides ist zulässig. Die Methode sollte im Betrieb einheitlich geregelt sein. Automatischer Abzug ist einfacher, manuelle Erfassung ist genauer. Beide Methoden erfüllen die gesetzlichen Anforderungen.
Nein, kurze Unterbrechungen wie Toilettengänge sind keine Pausen im Sinne des Gesetzes. Sie werden nicht von der Arbeitszeit abgezogen. Eine Pause erfordert, dass der Mitarbeiter frei über seine Zeit verfügen kann.
Ja, aber jeder Teil muss mindestens 15 Minuten lang sein. Bei 30 Minuten Mindestpause können Sie also z.B. 2 × 15 Minuten nehmen, nicht aber 3 × 10 Minuten.

Fazit

Die Pausenerfassung muss nicht kompliziert sein. Automatische Pausenabzüge sind für die meisten Betriebe die praktikabelste Lösung. Wichtig ist eine klare Regelung, die alle kennen, und die Möglichkeit zur Korrektur bei Abweichungen. Flexible Arbeitszeitmodelle können mit manueller Erfassung oder kombinierten Methoden gut abgebildet werden.

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