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Zeiterfassung im Homeoffice: Tools und Methoden

Zeiterfassung im Homeoffice: Die besten Tools, Methoden und Tipps für Remote-Teams. So erfassen Sie Arbeitszeit von zuhause korrekt.

6 Min. Lesezeit
Mitarbeiter im Homeoffice bei der Zeiterfassung

Zeiterfassung im Homeoffice: Tools und Methoden

Homeoffice ist für viele Unternehmen normal geworden. Doch wie erfasst man Arbeitszeit, wenn Mitarbeiter zuhause arbeiten? Welche Tools eignen sich, und worauf müssen Arbeitgeber achten?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zeiterfassungspflicht gilt auch im Homeoffice
  • Cloud-basierte Lösungen sind ideal für Remote-Work
  • Mobile Apps und Browser-Erfassung ermöglichen flexibles Arbeiten
  • Vertrauen und klare Regeln sind wichtiger als Überwachung
  • Datenschutz muss auch bei Homeoffice-Tools beachtet werden

Herausforderungen der Homeoffice-Zeiterfassung

Keine physische Kontrolle

Im Büro:

  • Terminal am Eingang
  • Sichtbare Anwesenheit
  • Direkte Kommunikation

Im Homeoffice:

  • Keine physische Präsenz
  • Vertrauen erforderlich
  • Digitale Lösungen nötig

Flexible Arbeitszeiten

Typisch im Homeoffice:

  • Arbeit in Blöcken (Kinderbetreuung)
  • Unterbrechungen
  • Abends oder am Wochenende

Herausforderung: Zeiterfassung muss Flexibilität abbilden können.

Grenzen zwischen Arbeit und Privat

Problem: Arbeitszeit verschwimmt mit Freizeit.

Lösung: Klare Start- und Endzeiten erfassen.

Methoden der Homeoffice-Zeiterfassung

1. Web-basierte Zeiterfassung

Funktionsweise:

  • Login im Browser
  • Stempeln per Klick
  • Von überall zugänglich

Vorteile:

  • Keine Installation nötig
  • Geräteunabhängig
  • Sofort einsetzbar

Nachteile:

  • Internetverbindung erforderlich
  • Browser muss geöffnet werden

2. Mobile App

Funktionsweise:

  • App auf dem Smartphone
  • Stempeln per Fingertipp
  • Push-Benachrichtigungen

Vorteile:

  • Immer dabei
  • Schnelle Erfassung
  • Erinnerungsfunktion

Nachteile:

  • Diensthandy oder private Nutzung
  • App muss aktuell sein

3. Desktop-Anwendung

Funktionsweise:

  • Software auf dem Rechner
  • Automatische Erkennung (optional)
  • Integration mit anderen Tools

Vorteile:

  • Automatische Erfassung möglich
  • Offline-Fähigkeit
  • Tiefe Integration

Nachteile:

  • Installation erforderlich
  • Nur am PC nutzbar

4. Manuelle Eingabe

Funktionsweise:

  • Zeiten nachträglich eintragen
  • Wöchentliche Erfassung
  • Excel oder Online-Formular

Vorteile:

  • Flexibel
  • Keine Software nötig
  • Einfach

Nachteile:

  • Fehleranfällig
  • Nachträgliche Erinnerung schwierig
  • Aufwändiger

Tipp

Für Homeoffice empfehlen wir eine Kombination aus Web-Erfassung und Mobile App. So können Mitarbeiter flexibel wählen, wie sie stempeln.

Funktionen für Homeoffice-Teams

Essenzielle Funktionen

Must-haves:

  • Stempeln (Kommen/Gehen)
  • Pausenerfassung
  • Übersicht über eigene Zeiten
  • Export für Lohnbuchhaltung

Nützliche Zusatzfunktionen

Nice-to-have:

  • Projektzeiterfassung
  • Aktivitätskategorien
  • Timer-Funktion
  • Notizen zu Einträgen

Homeoffice-spezifische Features

Besonders hilfreich:

  • Homeoffice-Tage markieren
  • Arbeitsort erfassen
  • Flexible Pausenregelung
  • Unterbrechungen buchen

Vertrauen vs. Kontrolle

Der richtige Ansatz

Falsch: Überwachungssoftware, Mausbewegungen tracken, Screenshots.

Richtig: Zeiterfassung als Service für Mitarbeiter, nicht als Kontrollinstrument.

Warum Vertrauen wichtig ist

Gründe:

  • Motivation bleibt erhalten
  • Eigenverantwortung stärken
  • Rechtliche Grenzen beachten
  • Betriebsklima schützen

Klare Regeln statt Überwachung

Empfohlene Regeln:

  1. Tägliche Zeiterfassung Pflicht
  2. Ehrliche Eingaben
  3. Pausen korrekt buchen
  4. Bei Unklarheiten fragen

Tools für Homeoffice-Zeiterfassung

Cloud-basierte Lösungen

Vorteile:

  • Von überall zugänglich
  • Keine IT-Infrastruktur nötig
  • Updates automatisch
  • Team-Übersicht in Echtzeit

Typische Funktionen:

  • Web-Dashboard
  • Mobile Apps
  • Auswertungen
  • Abwesenheitsmanagement

Integration mit bestehenden Tools

Mögliche Integrationen:

  • Slack/Teams: Status automatisch setzen
  • Kalender: Termine als Arbeitszeit
  • Projektmanagement: Zeiten zu Tasks
  • Lohnbuchhaltung: Export

Offline-Fähigkeit

Wichtig bei:

  • Schlechter Internetverbindung
  • Mobilem Arbeiten
  • Technischen Problemen

Lösung: Apps mit Offline-Speicherung, die synchronisieren, wenn online.

Rechtliche Aspekte

Zeiterfassungspflicht im Homeoffice

Es gilt:

  • Arbeitszeitgesetz auch im Homeoffice
  • Dokumentationspflicht nach BAG-Urteil
  • Arbeitgeber ist verantwortlich

Konkret:

  • Beginn und Ende erfassen
  • Pausen dokumentieren
  • Höchstarbeitszeit einhalten

Datenschutz

Zu beachten:

  • Nur erforderliche Daten erheben
  • Keine private Überwachung
  • Daten in Deutschland/EU speichern
  • Auftragsverarbeitungsvertrag mit Anbieter

Was nicht erlaubt ist

Verboten (ohne Einwilligung):

  • Screenshots vom Bildschirm
  • Mausbewegungen tracken
  • Webcam-Überwachung
  • Keylogger
  • GPS-Tracking privater Geräte

Hinweis

Zeiterfassung im Homeoffice muss datenschutzkonform sein. Überwachungssoftware ist ohne ausdrückliche Einwilligung unzulässig – und auch mit Einwilligung rechtlich fragwürdig.

Praktische Tipps für Teams

Für Arbeitgeber

Einführung:

  1. Tool auswählen
  2. Regeln festlegen
  3. Team schulen
  4. Support anbieten
  5. Feedback einholen

Laufend:

  • Regelmäßige Kontrolle (stichprobenartig)
  • Bei Auffälligkeiten: Gespräch
  • System optimieren

Für Mitarbeiter

Best Practices:

  1. Morgens sofort stempeln
  2. Pausen konsequent buchen
  3. Abends korrekt ausstempeln
  4. Nachträge zeitnah eingeben
  5. Bei Problemen melden

Für Führungskräfte

Aufgaben:

  • Vorbild sein
  • Team unterstützen
  • Unregelmäßigkeiten klären
  • Überlastung erkennen

Umgang mit Unterbrechungen

Typische Situationen

Im Homeoffice häufig:

  • Kinderbetreuung zwischendurch
  • Lieferung annehmen
  • Kurze Haushaltstätigkeit
  • Private Telefonate

Lösungsansätze

Option 1: Strenge Trennung Ausstempeln bei jeder Unterbrechung. → Aufwändig, aber genau.

Option 2: Pauschale Regelung Z.B. 30 Minuten pro Tag für Unterbrechungen. → Einfach, aber ungenau.

Option 3: Ehrlichkeitsprinzip Mitarbeiter schätzt und trägt ein. → Vertrauensbasiert.

Empfehlung

Kurze Unterbrechungen (unter 5 Minuten): Nicht buchen. Längere Unterbrechungen: Als Pause erfassen.

Häufige Probleme und Lösungen

Problem: Mitarbeiter vergisst zu stempeln

Lösungen:

  • Erinnerungsfunktion aktivieren
  • Browser-Tab offen lassen
  • Routine etablieren
  • Nachträgliche Erfassung ermöglichen

Problem: Überarbeitung im Homeoffice

Erkennen:

  • Zu lange Arbeitszeiten
  • Keine Pausen
  • Arbeit am Wochenende

Lösung:

  • Zeiterfassung analysieren
  • Gespräch führen
  • Grenzen setzen

Problem: Zu wenig Arbeitszeit

Mögliche Ursachen:

  • Ablenkung
  • Motivation
  • Persönliche Probleme

Lösung:

  • Sachliches Gespräch
  • Unterstützung anbieten
  • Erwartungen klären

Häufige Fragen zur Homeoffice-Zeiterfassung

Einfache Zeiterfassung (Kommen/Gehen) ist erlaubt und sogar Pflicht. Überwachungssoftware wie Screenshots, Maustracking oder Webcam-Aufnahmen sind ohne ausdrückliche Einwilligung unzulässig. Auch mit Einwilligung sind solche Maßnahmen rechtlich kritisch, da sie in die Privatsphäre eingreifen.
Nein, Sie müssen Ihre Wohnung nicht zeigen. Der Arbeitgeber darf die Zeiterfassung verlangen, aber nicht den Einblick in Ihre privaten Räume. Bei Videokonferenzen können Sie einen virtuellen Hintergrund verwenden.
Stempeln Sie jeden Block einzeln: Morgens einstempeln, zur Mittagspause ausstempeln, nach der Pause wieder ein, abends aus. Manche Systeme erlauben auch das Nachtragen von Zeitblöcken. Wichtig: Dokumentieren Sie die tatsächlich gearbeitete Zeit.
Nutzen Sie eine App mit Offline-Funktion, die später synchronisiert. Alternativ: Zeiten notieren und nachträglich erfassen. Informieren Sie Ihren Vorgesetzten bei längeren Ausfällen. Ein kurzer Ausfall sollte kein Problem sein.

Fazit

Zeiterfassung im Homeoffice erfordert die richtigen Tools und klare Regeln. Cloud-basierte Lösungen mit Web- und App-Zugang sind ideal. Wichtiger als Kontrolle ist Vertrauen – Mitarbeiter sollten die Zeiterfassung als nützlich empfinden, nicht als Überwachung. Mit der richtigen Einführung wird Homeoffice-Zeiterfassung zur Routine.

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