Zeiterfassung für Startups: Agil und flexibel
Startups sind schnell, flexibel und unkonventionell. Passt Zeiterfassung dazu? Ja – wenn sie richtig umgesetzt wird. Denn auch junge Unternehmen müssen Arbeitszeiten dokumentieren und haben gute Gründe, es zu tun. Wie Zeiterfassung startup-kompatibel funktioniert, zeigt dieser Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Auch Startups unterliegen der Zeiterfassungspflicht
- Die Lösung muss einfach sein und zur Kultur passen
- Fokus auf Ergebnisse statt Anwesenheit bleibt möglich
- Leichtgewichtige Tools statt komplexer Systeme
- Transparenz und Vertrauen als Grundprinzipien
Zeiterfassung im Startup – muss das sein?
Rechtliche Pflicht
Auch für Startups gilt:
- Zeiterfassungspflicht nach BAG-Urteil
- Arbeitszeitgesetz muss eingehalten werden
- Dokumentation von Beginn, Ende und Pausen
Keine Ausnahme für:
- Junge Unternehmen
- Kleine Teams
- Remote-Arbeit
- Agile Methoden
Betriebliche Gründe
Über die Pflicht hinaus:
- Projektzeit für Kundenabrechnung
- Investoren wollen Zahlen sehen
- Grundlage für Förderanträge
- Burn-Rate verstehen
Typische Bedenken – und Antworten
„Das passt nicht zu unserer Kultur"
Bedenken: Zeiterfassung ist Kontrolle, wir vertrauen unseren Leuten.
Antwort: Zeiterfassung kann auch Selbstorganisation sein. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Transparenz – auch gegenüber sich selbst.
„Das bremst uns aus"
Bedenken: Wir müssen schnell sein, Bürokratie nervt.
Antwort: Die richtige Lösung braucht Sekunden pro Tag. Ein Timer-Klick ist keine Bürokratie.
„Wir haben Vertrauensarbeitszeit"
Bedenken: Bei uns zählt das Ergebnis, nicht die Stunden.
Antwort: Vertrauensarbeitszeit und Zeiterfassung sind vereinbar. Dokumentieren heißt nicht kontrollieren.
„Wir sind zu klein"
Bedenken: Mit 5 Leuten brauchen wir kein System.
Antwort: Gerade kleine Teams profitieren von einfachen Tools. Und: Die Kleinbetriebsausnahme ist begrenzt.
Zeiterfassung, die nicht nervt
MyTimeTracker ist in 5 Minuten eingerichtet – perfekt für Startups.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Anforderungen an eine Startup-Lösung
Einfachheit
- Keine lange Einrichtung
- Intuitive Bedienung
- Wenige Klicks
Flexibilität
- Remote-tauglich
- Mobile App
- Verschiedene Arbeitsmodelle
Skalierbarkeit
- Für 5 und für 50 Mitarbeiter
- Schnelles Onboarding neuer Leute
- Keine langen Verträge
Kosten
- Günstige oder kostenlose Einstiegsversion
- Keine hohen Fixkosten
- Preis pro Nutzer
Integration
- API für andere Tools
- Export für Buchhaltung
- Anbindung an Projekttools
Zeiterfassung und agile Methoden
Scrum und Zeiterfassung
Passt das zusammen?
Ja, aber anders als klassische Zeiterfassung:
- Zeit pro Sprint, nicht pro Aufgabe
- Team-Perspektive statt Individual-Tracking
- Kapazitätsplanung für Sprints
Praxis:
- Timer für Projektarbeit
- Kategorien: Sprint-Arbeit, Meetings, Admin
- Nicht jedes Ticket einzeln tracken
Kanban und Zeiterfassung
- Flow messen statt Stunden zählen
- Cycle Time und Lead Time im Fokus
- Zeiterfassung als Nebenprodukt
OKRs und Zeiterfassung
Zeiterfassung kann OKRs unterstützen:
- Wie viel Zeit fließt in welche Objectives?
- Stimmt der Fokus mit den Zielen überein?
Praktische Umsetzung
Schritt 1: Minimal starten
Beginnen Sie einfach:
- Ein Tool, keine komplexe Struktur
- Wenige Kategorien (Projektarbeit, Meetings, Admin)
- Erstmal nur dokumentieren
Schritt 2: Grundregeln definieren
Klare, einfache Regeln:
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Was erfassen? | Beginn, Ende, Pause |
| Wie erfassen? | App oder Web |
| Wann erfassen? | Täglich, zeitnah |
| Wer sieht was? | Nur eigene Zeiten / Team / Führung |
Schritt 3: Vorleben
Gründer und Führungskräfte:
- Selbst konsequent erfassen
- Offen über eigene Arbeitszeiten sprechen
- Nicht als Kontrollinstrument nutzen
Schritt 4: Iterieren
Nach einigen Wochen:
- Was funktioniert, was nicht?
- Feedback vom Team einholen
- Anpassen und verbessern
Schnell startklar
MyTimeTracker braucht keine IT-Abteilung – einfach loslegen.
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Dos and Don'ts
Do
- Einfache Lösung wählen – Je simpler, desto höher die Akzeptanz
- Zweck erklären – Warum machen wir das?
- Selbstorganisation fördern – Mitarbeiter können eigene Zeiten einsehen
- Flexibel bleiben – Nicht auf Minuten-Genauigkeit bestehen
- Daten nutzen – Für Verbesserungen, nicht für Kontrolle
Don't
- Micro-Management – Jede Tätigkeit einzeln tracken
- Überwachung – Screenshots, Maus-Tracking, etc.
- Strafen – Bei „falschen" Zeiten
- Komplexität – 20 Kategorien, 5 Genehmigungsstufen
- Ignorieren – Daten erfassen, aber nie ansehen
Zeiterfassung und Startup-Kultur
Transparenz
Offener Umgang mit Zeiten:
- Team kann (freiwillig) Arbeitszeiten teilen
- Burnout-Prävention: Wer arbeitet zu viel?
- Basis für faire Verteilung
Eigenverantwortung
Mitarbeiter verwalten ihre Zeit selbst:
- Eigene Buchungen einsehen und korrigieren
- Keine Genehmigungsprozesse für Standardfälle
- Vertrauen als Basis
Ergebnisorientierung
Zeiterfassung ersetzt nicht Ergebnisorientierung:
- Zeit ist Input, Ergebnisse sind Output
- Beide Perspektiven haben Wert
- Stunden allein sagen wenig aus
Häufige Fragen
Fazit
Zeiterfassung muss nicht im Widerspruch zur Startup-Kultur stehen. Mit der richtigen Lösung – einfach, flexibel, transparent – wird sie zum nützlichen Tool statt zur lästigen Pflicht. Wichtig ist die Haltung: Zeiterfassung als Instrument für Selbstorganisation und Fairness, nicht als Kontrolle. So bleibt der Startup-Spirit erhalten.
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