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Betriebsprüfung Zeiterfassung: Gut vorbereitet sein

Betriebsprüfung und Zeiterfassung: Was Prüfer kontrollieren, welche Unterlagen bereitliegen sollten und wie Sie sich vorbereiten.

6 Min. Lesezeit
Prüfer kontrolliert Arbeitszeitunterlagen

Betriebsprüfung Zeiterfassung: Gut vorbereitet sein

Wenn die Arbeitsschutzbehörde klingelt oder das Finanzamt prüft – wer seine Zeiterfassung im Griff hat, bleibt entspannt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verschiedene Behörden prüfen unterschiedliche Aspekte
  • Dokumentation 2 Jahre aufbewahren (ArbZG)
  • Schneller Zugriff auf Daten wichtig
  • Revisionssichere Aufbewahrung
  • Bei Mängeln: Nachbesserungsfrist

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wer prüft was?

Arbeitsschutzbehörde

Fokus Arbeitszeit:

PrüfpunktWas kontrolliert wird
HöchstarbeitszeitMax. 10h/Tag
DurchschnittMax. 8h über 6 Monate
RuhezeitenMin. 11h zwischen Arbeitstagen
PausenGesetzliche Mindestpausen
DokumentationErfassung vorhanden

Finanzbehörden

Fokus Lohn und Steuer:

  • Lohnsteuer – Arbeitszeiten stimmen mit Gehalt
  • Schwarzarbeit – Alle Mitarbeiter erfasst?
  • Minijobber – Stundengrenze eingehalten?
  • Projektzeiten – Richtig abgerechnet?

Zoll

Mindestlohn-Kontrolle:

PrüfpunktRelevanz
MindestlohnStunden × Lohn = Mindestlohn?
DokumentationNachweis der Arbeitszeiten
BranchenMiLoG, Bauhaupt-TV, etc.

Berufsgenossenschaft

Unfallverhütung:

PrüfpunktZusammenhang
ArbeitszeitenÜbermüdung = Unfallrisiko
PausenErholung wichtig
NachtarbeitGesundheitsvorsorge

Prüfungssicher dokumentieren

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Dokumentationspflichten

Was aufbewahren

Mindestanforderungen:

DokumentAufbewahrungsfrist
Arbeitszeitnachweise2 Jahre (ArbZG)
Lohnunterlagen10 Jahre (HGB)
ProjektzeitenJe nach Bedarf
Dienstpläne2 Jahre empfohlen

Form der Dokumentation

Was gilt:

  • Vollständig – Beginn, Ende, Dauer, Pausen
  • Lesbar – Auch Jahre später
  • Manipulationssicher – Revisionssicher (ideal)
  • Zugreifbar – Bei Prüfung verfügbar
  • Geordnet – Nach Mitarbeiter, Datum

Bei Mehrarbeit

Besonders wichtig:

SituationDokumentation
Überstunden >8hTäglich aufzeichnen
SonntagsarbeitMit Ersatzruhetag
NachtarbeitBesonders dokumentieren

Vorbereitung

Unterlagen zusammenstellen

Was bereithalten:

UnterlageZweck
ArbeitszeitnachweiseHauptprüfgegenstand
DienstpläneSoll-Ist-Vergleich
ArbeitsverträgeVereinbarte Arbeitszeit
BetriebsvereinbarungenArbeitszeitregelungen
ÜbersichtenAggregierte Daten

System kennen

Wissen, wo was ist:

  • Reports generieren – Schnell auf Knopfdruck
  • Filter nutzen – Nach Person, Zeitraum
  • Export – PDF, Excel für Prüfer
  • Ansprechpartner – Wer erklärt das System?
  • Backup – Falls System ausfällt

Selbstprüfung

Vorab kontrollieren:

PrüfpunktSelbst checken
HöchstarbeitszeitÜberschreitungen suchen
RuhezeitenUnterschreitungen finden
PausenDokumentiert?
VollständigkeitLücken?

Reports für Prüfungen

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Während der Prüfung

Ablauf

Was typisch passiert:

PhaseVorgehen
AnkündigungOft mit Vorlauf, manchmal spontan
DokumentensichtungUnterlagen bereitstellen
BefragungFragen zum System, zu Prozessen
FeststellungenPrüfer dokumentiert Ergebnisse
BesprechungErgebnisse werden besprochen

Richtiges Verhalten

Was tun:

  • Kooperativ – Nicht blockieren
  • Sachlich – Keine Emotionen
  • Wahrheitsgemäß – Niemals lügen
  • Dokumentieren – Was wurde gefragt/gesagt
  • Nachfragen – Wenn etwas unklar

Grenzen

Was Sie nicht müssen:

SituationIhr Recht
Sofortige AuskunftAngemessene Frist verlangen
Nicht vorhandene DatenKönnen nicht liefern
SelbstbelastungIm Strafverfahren schweigen

Nach der Prüfung

Bei Mängeln

Typischer Ablauf:

SchrittInhalt
PrüfberichtMängel werden dokumentiert
NachbesserungFrist zur Behebung
NachweisBestätigung der Umsetzung
NachprüfungGgf. erneute Kontrolle

Bußgelder

Wenn es ernst wird:

  • Anhörung – Stellungnahme möglich
  • Bescheid – Bußgeld wird festgesetzt
  • Einspruch – Rechtsmittel möglich
  • Zahlung – Oder Einspruch

Verbesserungen

Langfristig:

MaßnahmeNutzen
Prozesse anpassenMängel vermeiden
SchulungMitarbeiter sensibilisieren
System verbessernAutomatisierung
Regelmäßige SelbstprüfungFrüh erkennen

Typische Probleme

Häufige Mängel

Was Prüfer finden:

MangelHäufigkeit
Fehlende DokumentationSehr häufig
Überschreitung 10hHäufig
Ruhezeit-UnterschreitungHäufig
Keine PausendokumentationHäufig
Nicht auffindbarManchmal

Vermeidung

Was hilft:

  • Tägliche Erfassung – Nicht nachträglich
  • Vollständigkeit prüfen – Regelmäßige Kontrolle
  • Warnungen einrichten – Bei Grenzwerten
  • Schulungen – Mitarbeiter und Führungskräfte
  • Gutes System – Automatisiert und revisionssicher

Häufige Fragen

Sie müssen kooperieren, aber eine angemessene Frist für die Zusammenstellung verlangen ist legitim. Bei angekündigten Prüfungen sollten die Unterlagen zum Termin bereit sein. Bei unangekündigten Prüfungen: Grundlegende Unterlagen sollten schnell verfügbar sein.
Das ist ein Dokumentationsverstoß. Bei Prüfung können Sie nichts nachweisen. Die Behörde kann Bußgelder verhängen und die Einführung einer Zeiterfassung anordnen. Außerdem verlieren Sie bei Streitigkeiten um Überstunden den Nachweis.
Das variiert. Routineprüfungen werden oft mit 1-2 Wochen Vorlauf angekündigt. Bei Verdacht auf Verstöße oder auf Hinweis kann auch unangekündigt geprüft werden. Die Arbeitsschutzbehörde hat Zutrittsrechte.
Ja, Sie können Einspruch einlegen. Das führt zu einem Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht. Dort wird der Sachverhalt erneut geprüft. Bei hohen Bußgeldern oder strittigen Sachverhalten kann sich der Einspruch lohnen – rechtliche Beratung empfohlen.
Nein, digitale Aufbewahrung ist erlaubt, wenn sie revisionssicher ist (unveränderbar, vollständig, zugänglich). Wichtig: Bei Prüfung müssen Sie die Daten bereitstellen können – als Export, Ausdruck oder Einsicht am Bildschirm.

Fazit

Betriebsprüfungen sind kein Drama, wenn die Zeiterfassung stimmt. Vollständige, revisionssichere Dokumentation, schneller Zugriff auf Daten und kooperatives Verhalten machen Prüfungen zum Non-Event. Wer regelmäßig selbst kontrolliert, erlebt bei der externen Prüfung keine Überraschungen.

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