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Zeiterfassung in der Landwirtschaft

Zeiterfassung für landwirtschaftliche Betriebe: Saisonarbeiter, Ernte und besondere Arbeitszeitregeln.

5 Min. Lesezeit
Landwirt bei der mobilen Zeiterfassung auf dem Feld

Zeiterfassung in der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Betriebe haben besondere Rahmenbedingungen: Saisonale Spitzen, lange Tage während der Ernte und Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz. Wie organisiert man die Zeiterfassung?

Das Wichtigste in Kürze

  • Landwirtschaft hat ArbZG-Sonderregelungen
  • Saisonarbeiter müssen dokumentiert werden
  • Mobile Erfassung für Feldarbeit
  • Mindestlohn-Dokumentation wichtig
  • Flexibilität bei Erntespitzen

Besondere Anforderungen

Die Branche

Landwirtschaft unterscheidet sich:

MerkmalAuswirkung
Saisonale SchwankungenErnte = intensive Arbeit
WetterabhängigkeitFlexible Arbeitszeiten nötig
AußenarbeitMobile Erfassung
SaisonarbeiterDokumentationspflicht
FamilienarbeitBesondere Regelungen

Arbeitszeitgesetz-Ausnahmen

Für Landwirtschaft gilt:

  • Abweichende Regelungen möglich
  • Bei dringenden saisonalen Arbeiten
  • Ernte, Aussaat, Bestellung
  • Witterungsbedingte Notwendigkeit
  • Ausgleich innerhalb 6 Monaten

Mobile Zeiterfassung

Auf dem Feld erfassen

Anforderungen:

AnforderungLösung
Kein WLANOffline-fähige App
Robuste GeräteOutdoor-taugliche Smartphones
Einfache BedienungWenige Klicks
GPS-OrtungOptional für Nachweis

Praktische Lösungen

Was funktioniert in der Landwirtschaft:

  • Smartphone-App mit großen Buttons
  • Stempeln zu Arbeitsbeginn auf dem Hof
  • Automatische Pause-Erinnerung
  • Tagesabschluss abends

Alternativen

Wenn Smartphones nicht möglich:

MethodeBeschreibung
Terminal am HofStempeln bei Kommen/Gehen
Papier-ListeManuelle Dokumentation
Vorarbeiter-ErfassungTeamleiter notiert

Robust und einfach

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Saisonarbeiter

Dokumentationspflicht

Für Saisonarbeiter gilt:

PflichtAnforderung
Arbeitszeit erfassenAb erster Stunde
MindestlohnNachweis erforderlich
Aufbewahrung2 Jahre
VerfügbarkeitFür Zoll-Prüfung

Kurzfristige Beschäftigung

Besonderheiten:

  • Max. 3 Monate oder 70 Tage/Jahr
  • Nicht berufsmäßig
  • Sozialversicherungsfrei
  • Aber: Zeiterfassung Pflicht!
  • Mindestlohn-Dokumentation

Erntehelfer richtig erfassen

Ablauf:

  1. Personalien aufnehmen
  2. In Zeiterfassung anlegen
  3. Tägliche Stunden dokumentieren
  4. Pausen erfassen
  5. Lohnabrechnung erstellen

Arbeitszeitregeln

Erntezeit

Während der Ernte:

RegelungNormalErnte
Max. Arbeitszeit10 h/TagBis zu 12 h möglich
Ruhezeit11 StundenVerkürzbar auf 9 h
Ausgleich-Innerhalb 6 Monaten

Dokumentation bei Ausnahmen

Was festgehalten werden muss:

  • Datum
  • Grund (z.B. Ernte, Wetter)
  • Tatsächliche Arbeitszeit
  • Geplanter Ausgleich
  • Durchgeführter Ausgleich

Familienmitglieder

Besondere Regelung:

  • Familienangehörige oft ausgenommen
  • Gilt für Ehegatten, Kinder, Eltern
  • Trotzdem: Dokumentation empfohlen
  • Für eigene Übersicht und Kalkulation

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Tätigkeitsbezogene Erfassung

Verschiedene Arbeiten

In der Landwirtschaft sinnvoll:

TätigkeitWarum erfassen
FeldarbeitMaschinenstunden
TierhaltungRegelmäßige Arbeiten
VerwaltungBürozeit
VermarktungHofladen, Märkte

Maschinenzeiten

Oft verknüpft:

  • Mitarbeiter: Max Mustermann
  • Tätigkeit: Feldbestellung
  • Maschine: Traktor T1
  • Fläche: Feld A (5 ha)
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Für: Kostenrechnung

Betriebszweige

Bei mehreren Standbeinen:

ZweigBeispiel
AckerbauGetreide, Mais
TierhaltungMilchwirtschaft
DirektvermarktungHofladen
NebengewerbeFerienwohnungen

Besondere Situationen

Nachtarbeit

Bei Tierhaltung häufig:

  • Stallrundgang nachts = Arbeitszeit
  • Geburtsüberwachung = Arbeitszeit
  • Dokumentation wichtig
  • Ausgleich beachten

Wochenendarbeit

In der Landwirtschaft normal:

SituationRegelung
TierpflegeErlaubt, Ausgleich nötig
Ernte (zeitkritisch)Erlaubt bei Bedarf
RegelmäßigFreie Tage einplanen

Rufbereitschaft

Bei Tierhaltung:

  • Für Notfälle (z.B. Geburt)
  • Kein Aufenthalt am Arbeitsplatz
  • Keine Arbeitszeit (Wartezeit)
  • Aber: Einsatz = Arbeitszeit
  • Dokumentation bei Einsatz

Praxistipps

Einfach halten

Was funktioniert:

TippWarum
Wenige KategorienSchneller erfasst
Robuste GeräteHalten Bedingungen stand
Klare RegelnJeder weiß Bescheid
Regelmäßige PrüfungFehler früh erkennen

Mitarbeiter einbinden

Akzeptanz schaffen:

  • Nutzen erklären (Überstunden-Nachweis)
  • Einfaches System wählen
  • Feedback einholen
  • Bei Problemen helfen

Jahresablauf berücksichtigen

Unterschiedliche Anforderungen:

JahreszeitFokus
FrühjahrAussaat, Saisonstart
SommerErnte, lange Tage
HerbstErnte, Saisonende
WinterWeniger Personal, Planung

Häufige Fragen

Ja, § 7 ArbZG erlaubt Abweichungen bei dringenden saisonalen Arbeiten wie Ernte oder Aussaat. Die Arbeitszeit kann zeitweise über 10 Stunden liegen, muss aber innerhalb von 6 Monaten ausgeglichen werden.
Ja, auch für Saisonarbeiter und kurzfristig Beschäftigte gilt die Dokumentationspflicht. Die Aufzeichnungen müssen mindestens 2 Jahre aufbewahrt werden und bei Prüfungen vorgelegt werden können.
Am besten mit einer offline-fähigen Smartphone-App. Alternativ: Erfassung am Terminal auf dem Hof bei Arbeitsbeginn/-ende, oder manuelle Dokumentation durch Vorarbeiter.
Familienangehörige (Ehegatten, Kinder, Eltern) sind oft vom Arbeitszeitgesetz ausgenommen. Trotzdem ist eine Dokumentation für die eigene Übersicht und Betriebskalkulation sinnvoll.
Zeiterfassung ab der ersten Stunde, Mindestlohn-Nachweis, korrekte Anmeldung bei Sozialversicherung (oder Befreiung bei kurzfristiger Beschäftigung), und Aufbewahrung der Unterlagen für 2 Jahre.

Fazit

Zeiterfassung in der Landwirtschaft muss die Besonderheiten der Branche berücksichtigen: Saisonale Spitzen, Außenarbeit und Sonderregelungen im Arbeitszeitgesetz. Mobile, robuste Lösungen sind ideal für die Feldarbeit. Besonders wichtig ist die korrekte Dokumentation für Saisonarbeiter – der Zoll prüft regelmäßig. Ein einfaches System, das auch ohne Netzverbindung funktioniert, ist der Schlüssel zum Erfolg.

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