Rückwärtsplanung im Dienstplan: Vom Bedarf zum Plan
Erst wissen, was gebraucht wird – dann planen, wer arbeitet.
Das Wichtigste in Kürze
- Rückwärtsplanung: Vom Ziel aus planen
- Erst Bedarf, dann Besetzung
- Vermeidet Über- und Unterbesetzung
- Braucht gute Bedarfsprognose
- Systematischer als "aus dem Bauch"
Was ist Rückwärtsplanung
Das Prinzip
Vom Ende her denken:
| Schritt | Frage |
|---|---|
| 1. Bedarf | Wie viele Mitarbeiter brauche ich wann? |
| 2. Verfügbarkeit | Wer kann wann arbeiten? |
| 3. Zuweisung | Wer arbeitet wann? |
| 4. Optimierung | Passt alles zusammen? |
Vorwärts vs. Rückwärts
Unterschied:
- Start: Verfügbare Mitarbeiter – Wer ist da?
- Dann: Verteilen – Wie teile ich sie ein?
- Ergebnis: Irgendwie besetzt
- Start: Benötigte Besetzung – Was brauche ich?
- Dann: Abgleichen – Habe ich genug?
- Ergebnis: Bedarfsgerecht besetzt
Bedarfsgerecht planen
MyTimeTracker unterstützt bedarfsorientierte Schichtplanung.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Bedarf ermitteln
Faktoren für den Personalbedarf
Was einfließt:
| Faktor | Beispiel |
|---|---|
| Öffnungszeiten | 8-20 Uhr abdecken |
| Kundenfrequenz | Stoßzeiten stärker besetzen |
| Arbeitsaufgaben | Was muss erledigt werden |
| Qualifikation | Wer kann was |
| Gesetzliche Vorgaben | Mindestbesetzung |
Bedarfsprognose
Daten nutzen:
- Historische Daten – Wie war es letztes Jahr?
- Saisonalität – Hochphasen, Flauten
- Events – Messen, Feiertage
- Trends – Wachstum, Rückgang
- Erfahrung – Ergänzend zu Daten
Besetzungsschlüssel
Wie viele pro Schicht:
| Zeit | Montag | Samstag |
|---|---|---|
| 8-12 | 3 | 2 |
| 12-16 | 4 | 4 |
| 16-20 | 3 | 5 |
Verfügbarkeit abgleichen
Mitarbeiter-Kapazität
Was verfügbar ist:
| Mitarbeiter | Stunden/Woche | Einschränkungen |
|---|---|---|
| Müller | 40 | Keine |
| Schmidt | 30 | Kein Samstag |
| Meier | 20 | Nur vormittags |
Abwesenheiten einplanen
Was fehlt:
- Urlaub – Genehmigt
- Krankheit (Schnitt) – Puffer einplanen
- Fortbildung – Wenn bekannt
- Elternzeit – Langfristig
- Sonstiges – Sonderurlaub etc.
Kapazität im Blick
MyTimeTracker zeigt Verfügbarkeit und Abwesenheiten auf einen Blick.
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Plan erstellen
Zuweisung
Mitarbeiter auf Schichten:
| Schritt | Aktion |
|---|---|
| Kritische Schichten | Zuerst besetzen |
| Qualifikation | Passt zur Anforderung? |
| Wünsche | Berücksichtigen |
| Fairness | Gleichmäßig verteilen |
| Prüfen | Grenzen eingehalten? |
Optimierung
Feinschliff:
- Über-/Unterbesetzung – Ausgleichen
- Arbeitszeitgrenzen – Nicht überschreiten
- Ruhezeiten – Einhalten
- Wünsche – Wo möglich
- Kosten – Zuschläge minimieren
Werkzeuge
Excel
Einfache Methode:
| Pro | Contra |
|---|---|
| Flexibel | Manuell |
| Bekannt | Fehleranfällig |
| Kostenlos | Keine Automatik |
Software
Professionell:
- Automatische Vorschläge – Basierend auf Regeln
- Regelprüfung – ArbZG, Qualifikation
- Bedarfsprognose – Aus historischen Daten
- Mitarbeiterwünsche – Integriert
- Auswertung – Besetzungsgrad etc.
Häufige Fehler
Was vermeiden
Typische Probleme:
| Fehler | Vermeidung |
|---|---|
| Bedarf unterschätzen | Daten nutzen |
| Puffer vergessen | Krankenstand einplanen |
| Nur auf Kosten achten | Qualität leidet |
| Wünsche ignorieren | Frustration |
| Starres Festhalten | Flexibel bleiben |
Häufige Fragen
Fazit
Rückwärtsplanung bedeutet: Erst den Bedarf ermitteln, dann die Besetzung planen. Das vermeidet Über- und Unterbesetzung und führt zu bedarfsgerechten Dienstplänen. Gute Bedarfsprognose ist der Schlüssel – historische Daten, Saisonalität, Events berücksichtigen. Die Verfügbarkeit der Mitarbeiter abgleichen und dann zuweisen. Software kann dabei helfen, ersetzt aber nicht das Verständnis für den Prozess.
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