Onboarding neuer Mitarbeiter: Checkliste für HR
Der erste Eindruck zählt – auch für neue Mitarbeiter. Ein strukturiertes Onboarding sorgt für schnelle Integration und reduziert Frühfluktuation. Diese Checkliste hilft.
Das Wichtigste in Kürze
- Onboarding beginnt vor dem ersten Tag
- Strukturierter Plan für die ersten Wochen
- Fachliche und soziale Integration
- Feedback-Gespräche einplanen
- Zeiterfassung und Tools früh erklären
Warum Onboarding wichtig ist
Die Zahlen sprechen
Gutes Onboarding zahlt sich aus:
| Effekt | Auswirkung |
|---|---|
| Frühfluktuation | Bis zu 20% der Neuen gehen in den ersten 45 Tagen |
| Produktivität | Schnellere Einarbeitung |
| Engagement | Höhere Bindung |
| Kosten | Fluktuation kostet 30-200% des Jahresgehalts |
Was schiefgehen kann
Ohne Onboarding:
- Kein Arbeitsplatz vorbereitet
- Zugänge fehlen
- Niemand fühlt sich zuständig
- Neue fühlen sich verloren
- Frühe Kündigung
Phase 1: Vor dem ersten Tag
Administrative Vorbereitung
Checkliste vor Arbeitsbeginn:
| Aufgabe | Verantwortlich | Erledigt |
|---|---|---|
| Arbeitsvertrag unterschrieben | HR | □ |
| Personalakte angelegt | HR | □ |
| Sozialversicherung angemeldet | HR | □ |
| Steuer-ID erhalten | Mitarbeiter | □ |
| Bankverbindung für Gehalt | Mitarbeiter | □ |
Arbeitsplatz vorbereiten
Was bereitstehen sollte:
Arbeitsplatz-Checkliste:
□ Schreibtisch/Arbeitsplatz
□ Computer/Laptop
□ Telefon (falls nötig)
□ E-Mail-Adresse eingerichtet
□ Software-Zugänge
□ Zeiterfassungs-Zugang
□ Schlüssel/Zugangskarte
□ Willkommenspaket (optional)
Team informieren
Das Team vorbereiten:
- Startdatum kommunizieren
- Vorstellung planen
- Buddy/Mentor bestimmen
- Aufgabenverteilung klären
Zeiterfassung für neue Mitarbeiter
MyTimeTracker macht den Einstieg einfach – intuitive Bedienung ab Tag 1.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Phase 2: Der erste Tag
Empfang
So gelingt der Start:
| Zeit | Aktivität |
|---|---|
| Ankunft | Persönlicher Empfang |
| 09:00 | Begrüßung durch Vorgesetzten |
| 09:30 | Arbeitsplatz zeigen, Zugänge prüfen |
| 10:00 | Rundgang durch das Unternehmen |
| 11:00 | Vorstellung im Team |
| 12:00 | Gemeinsames Mittagessen |
Wichtige Infos vermitteln
Am ersten Tag erklären:
| Thema | Inhalt |
|---|---|
| Arbeitszeit | Beginn, Ende, Pausen |
| Zeiterfassung | Wie funktioniert das System? |
| Abwesenheit | Urlaub beantragen, Krankmeldung |
| Ansprechpartner | Wer hilft bei Fragen? |
| Sicherheit | Notausgänge, Erste Hilfe |
Zeiterfassung erklären
Für neue Mitarbeiter wichtig:
- System zeigen (App/Terminal/Web)
- Zugangsdaten übergeben
- Erstes Stempeln begleiten
- Pausenregelung erklären
- Bei Fragen: Ansprechpartner nennen
- Schriftliche Kurzanleitung geben
Phase 3: Die erste Woche
Einarbeitungsplan
Struktur für die ersten Tage:
| Tag | Fokus |
|---|---|
| 1 | Ankommen, Orientierung |
| 2 | Aufgaben kennenlernen |
| 3 | Erste eigene Tätigkeiten |
| 4 | Tools und Prozesse vertiefen |
| 5 | Erstes Feedback-Gespräch |
Fachliche Einarbeitung
Schritt für Schritt:
- Aufgabenbereich erklären
- Prozesse zeigen
- Systeme einführen
- Erste Aufgaben begleiten
- Lernmaterial bereitstellen
Soziale Integration
Nicht nur Arbeit:
- Vorstellung in anderen Abteilungen
- Gemeinsame Mittagspausen
- Informelle Gespräche ermöglichen
- Buddy-System nutzen
- Nach Bedürfnissen fragen
HR-Prozesse digitalisieren
MyTimeTracker für effizientes Personalmanagement.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Phase 4: Der erste Monat
Regelmäßige Check-ins
Feedback nicht vergessen:
| Zeitpunkt | Gesprächsinhalt |
|---|---|
| Nach 1 Woche | Wie läuft es? Was fehlt? |
| Nach 2 Wochen | Fachliche Fragen, Prozesse |
| Nach 4 Wochen | Zwischenfazit, Anpassungen |
Aufgaben erweitern
Schrittweise mehr Verantwortung:
Verantwortungs-Aufbau:
Woche 1: Beobachten, lernen
↓
Woche 2: Erste Aufgaben begleitet
↓
Woche 3: Selbstständige Aufgaben
↓
Woche 4: Reguläres Arbeiten
Ziele definieren
Gemeinsam festlegen:
- Lernziele für Probezeit
- Erwartungen klären
- Messbare Kriterien
- Regelmäßige Überprüfung
Phase 5: Die Probezeit
Probezeit-Gespräche
Strukturierte Beurteilung:
| Zeitpunkt | Fokus |
|---|---|
| 1. Monat | Einarbeitung, Fragen |
| 3. Monat | Zwischenstand, Entwicklung |
| 5. Monat | Vorbereitung Entscheidung |
| 6. Monat | Finale Beurteilung |
Beurteilungskriterien
Was bewerten:
- Fachliche Leistung – Aufgaben erfüllt?
- Qualität?
- Selbstständigkeit?
- Soziale Integration – Teamfit?
- Kommunikation?
- Zuverlässigkeit – Pünktlichkeit?
- Verbindlichkeit?
Entscheidung treffen
Am Ende der Probezeit:
- Leistung bewerten
- Feedback einholen (Team, Vorgesetzte)
- Entscheidung kommunizieren
- Bei Übernahme: Weiterentwicklung planen
Besondere Themen
Remote Onboarding
Bei Homeoffice-Start:
| Herausforderung | Lösung |
|---|---|
| Kein persönlicher Kontakt | Video-Calls, virtuelle Coffee-Dates |
| Technik | Vorab Geräte zusenden |
| Isolation | Regelmäßige Check-ins |
| Zeiterfassung | App-Einführung per Video |
Onboarding mehrerer Personen
Bei Gruppen-Onboarding:
- Gemeinsame Einführungsveranstaltung
- Gegenseitige Unterstützung nutzen
- Trotzdem individuelle Gespräche
- Gruppenidentität fördern
Führungskräfte-Onboarding
Zusätzliche Elemente:
- Kennenlernen des Teams
- 1:1 mit jedem Teammitglied
- Übergabe vom Vorgänger
- Stakeholder vorstellen
- Strategie und Ziele erklären
- Handlungsspielraum klären
Häufige Fehler vermeiden
Typische Onboarding-Fehler
| Fehler | Besser |
|---|---|
| Kein Plan | Strukturierte Checkliste |
| Zu viel auf einmal | Schrittweise einarbeiten |
| Allein lassen | Buddy-System |
| Kein Feedback | Regelmäßige Gespräche |
| Nur fachlich | Auch sozial integrieren |
Warnsignale erkennen
Wenn es nicht läuft:
- Rückzug des neuen Mitarbeiters
- Viele Fragen zu Basics (Infos fehlen)
- Konflikte im Team
- Sinkende Motivation
- Häufige Krankheitstage
Häufige Fragen
Fazit
Gutes Onboarding ist kein Nice-to-have, sondern Investition. Strukturierte Einarbeitung reduziert Frühfluktuation, erhöht Produktivität und stärkt die Bindung. Mit einer klaren Checkliste, regelmäßigen Feedback-Gesprächen und einem Buddy-System gelingt der Start – und neue Mitarbeiter werden schnell zu wertvollen Teammitgliedern.
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