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Multi-Projekt-Zeiterfassung: Mehrere Projekte managen

Multi-Projekt-Zeiterfassung: Effizient Zeit auf mehrere Projekte buchen, den Überblick behalten und Wechsel minimieren.

6 Min. Lesezeit
Zeiterfassung für mehrere Projekte gleichzeitig

Multi-Projekt-Zeiterfassung: Mehrere Projekte managen

Die meisten Wissensarbeiter jonglieren mehrere Projekte gleichzeitig. Die Zeiterfassung wird dabei zur Herausforderung: Wie erfasst man effizient, wenn man ständig zwischen Projekten wechselt? Dieser Artikel zeigt Strategien für die Multi-Projekt-Zeiterfassung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufiges Projektwechseln kostet Zeit und Genauigkeit
  • Timer-basierte Erfassung ist bei vielen Projekten am besten
  • Projektfavoriten und Shortcuts beschleunigen das Buchen
  • Regelmäßige Zeitblöcke pro Projekt sind effizienter als ständiges Wechseln
  • Übersichtliche Dashboards zeigen die Zeitverteilung

Die Herausforderung

Typisches Szenario

Ein Arbeitstag könnte so aussehen:

ZeitTätigkeit
9:00-9:30E-Mails (mehrere Projekte)
9:30-10:30Projekt A: Konzept
10:30-10:45Projekt B: Kurze Rückfrage
10:45-11:00Projekt C: Meeting-Vorbereitung
11:00-12:00Projekt C: Meeting
12:00-12:30Mittagspause
12:30-13:00Projekt A: E-Mail-Antwort
13:00-15:00Projekt B: Entwicklung
15:00-15:30Projekt D: Kick-off
15:30-17:00Projekt A: Weiterarbeit

Probleme ohne System

  • Vergessene Wechsel
  • Ungenauigkeit bei kurzen Intervallen
  • Overhead durch ständiges Umbuchen
  • Verlust des Überblicks

Erfassungsstrategien

Strategie 1: Timer mit Projektwechsel

Funktionsweise:

  • Timer für aktives Projekt läuft
  • Bei Wechsel: Timer stoppen, neuen starten
  • Automatische Zeiterfassung

Vorteile:

  • Hohe Genauigkeit
  • Keine Schätzung nötig
  • Dokumentiert Wechsel

Nachteile:

  • Erfordert Disziplin
  • Viele kurze Einträge möglich
  • Bei Vergessenheit ungenau

Strategie 2: Zeitblöcke planen

Funktionsweise:

  • Feste Zeitblöcke pro Projekt planen
  • Innerhalb des Blocks nur an einem Projekt arbeiten
  • Weniger Wechsel = weniger Buchungen

Beispiel:

  • 9:00-12:00: Projekt A
  • 13:00-15:00: Projekt B
  • 15:00-17:00: Projekt C

Vorteile:

  • Weniger Kontextwechsel
  • Einfachere Erfassung
  • Höhere Produktivität

Nachteile:

  • Nicht immer möglich
  • Erfordert Planung
  • Unterbrechungen stören

Schnell zwischen Projekten wechseln

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Strategie 3: Tages-Rekonstruktion

Funktionsweise:

  • Während des Tages Notizen machen
  • Am Ende des Tages Zeiten zuordnen
  • Basierend auf Kalender, E-Mails, etc.

Vorteile:

  • Weniger Unterbrechung beim Arbeiten
  • Gesamtübersicht am Tagesende

Nachteile:

  • Geringere Genauigkeit
  • Details gehen verloren
  • Mehr Aufwand beim Rekonstruieren

Strategie 4: Hybrid-Ansatz

Funktionsweise:

  • Große Blöcke mit Timer erfassen
  • Kleine Unterbrechungen am Ende verteilen
  • Flexibel nach Situation

Empfehlung:

  • Timer für Hauptprojekte
  • Sammelkategorie für Kleinkram
  • Tägliche Nachbearbeitung

Technische Hilfsmittel

Projektfavoriten

Die wichtigsten Projekte immer griffbereit:

  • Favoriten-Funktion in der Software
  • Schnellzugriff auf aktive Projekte
  • Archivierung abgeschlossener Projekte

Tastenkürzel

Beschleunigen das Buchen:

AktionBeispiel-Shortcut
Timer startenStrg+Shift+S
Timer stoppenStrg+Shift+P
Projekt wechselnStrg+1, Strg+2, etc.
Neue BuchungStrg+N

Widgets und Schnellzugriff

  • Desktop-Widget für Timer
  • Taskleisten-Integration
  • Browser-Extension
  • Smartphone-Widget

Integrationen

Automatische Erfassung durch:

  • Kalender-Integration (Meetings)
  • Projektmanagement-Tools (Jira, Asana)
  • IDE-Plugins (für Entwickler)
  • Browser-Tracking (mit Vorsicht)

Umgang mit Unterbrechungen

Kurze Unterbrechungen (<15 min)

Bei sehr kurzen Unterbrechungen:

  • Option A: Nicht separat buchen, beim Hauptprojekt lassen
  • Option B: Auf Sammelkategorie buchen
  • Option C: Nachträglich verteilen

Empfehlung: Bei weniger als 15 Minuten lohnt sich oft kein separater Eintrag.

Meetings mit mehreren Projekten

Wenn ein Meeting mehrere Projekte betrifft:

  • Auf das Hauptprojekt buchen
  • Oder anteilig aufteilen
  • Oder auf „Internes" buchen

E-Mails und Kommunikation

E-Mails sind oft projektübergreifend:

  • Festen Zeitblock für E-Mails einplanen
  • Auf Sammelkategorie „Kommunikation" buchen
  • Oder prozentual auf aktive Projekte verteilen

Zeitverteilung analysieren

Übersicht behalten

Wichtige Fragen:

  • Wie viel Zeit geht in welches Projekt?
  • Stimmt die Verteilung mit der Planung überein?
  • Gibt es Projekte, die zu kurz kommen?

Dashboard-Ansichten

Nützliche Visualisierungen:

AnsichtNutzen
TortendiagrammProzentuale Verteilung
BalkendiagrammVergleich geplant vs. Ist
ZeitstrahlWann wurde woran gearbeitet?
WochenberichtTrend über Zeit

Auswertungen pro Projekt

Regelmäßig prüfen:

  • Ist das Projektbudget im Rahmen?
  • Wie ist das Verhältnis billable/non-billable?
  • Sind bestimmte Kategorien überlastet?

Projekte im Überblick

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Best Practices

Projektzahl begrenzen

Problem: Je mehr parallele Projekte, desto mehr Overhead.

Lösung:

  • Maximal 3-5 aktive Projekte gleichzeitig
  • Priorisieren statt alles parallel
  • „Work in Progress"-Limits setzen

Kontextwechsel minimieren

Problem: Jeder Wechsel kostet Zeit und Fokus.

Lösung:

  • Projektblöcke im Kalender planen
  • Ähnliche Tätigkeiten bündeln
  • Störungsfreie Zeiten einrichten

Tägliche Kontrolle

Routine etablieren:

  • Morgens: Projekte des Tages planen
  • Abends: Zeitbuchungen prüfen und vervollständigen
  • Wöchentlich: Verteilung analysieren

Konsistente Benennung

Einheitliche Projektstruktur:

  • Klare Projektnamen
  • Einheitliche Kategorien
  • Dokumentierte Regeln für das Team

Sonderfälle

Projekt A zahlt, Projekt B profitiert

Wenn Arbeit für ein Projekt anderen zugute kommt:

  • Auf das auftraggebende Projekt buchen
  • Interne Verrechnung falls nötig
  • Transparenz für alle Beteiligten

Supportanfragen über den Tag verteilt

Bei vielen kurzen Support-Anfragen:

  • Sammelkategorie „Support" nutzen
  • Am Tagesende zusammenfassen
  • Oder pro Kunde aufteilen

Internes Projekt ohne Budget

Interne Projekte nicht vergessen:

  • Eigenes Projekt „Intern" oder „Overhead"
  • Zeigt, wo nicht-projektbezogene Zeit hinfließt
  • Wichtig für realistische Kapazitätsplanung

Häufige Fragen

Als Faustregel: 3-5 aktive Projekte sind realistisch bearbeitbar. Mehr führt zu zu viel Kontextwechsel und sinkender Produktivität. Wenn Sie an mehr Projekten arbeiten müssen, priorisieren Sie und bearbeiten Sie manche nur an bestimmten Tagen.
Nein, das wäre ineffizient. Für Unterbrechungen unter 15 Minuten: Entweder beim Hauptprojekt lassen, auf eine Sammelkategorie buchen, oder am Tagesende prozentual verteilen. Das Ziel ist eine gute Annäherung, keine minutengenaue Abrechnung.
Prüfen Sie am Tagesende alle Buchungen. Nutzen Sie digitale Spuren (E-Mails, Kalender, Browser-Verlauf) zur Rekonstruktion. Korrigieren Sie die Buchungen und notieren Sie den Grund. Wichtig: Lieber nachträglich korrigieren als falsche Daten stehen lassen.
Solche Tage sind schwer genau zu erfassen. Optionen: (1) Grobe Schätzung der Verteilung, (2) Sammelkategorie wie 'Multi-Projekt-Tag' nutzen, (3) Auf das Hauptprojekt buchen und in der Beschreibung die anderen erwähnen. Wichtig: Transparent dokumentieren.
Nutzen Sie die Favoriten-Funktion für die 5 wichtigsten Projekte. Archivieren Sie inaktive Projekte. Richten Sie ein wöchentliches Review ein, um die Zeitverteilung zu prüfen. Und hinterfragen Sie, ob wirklich alle Projekte parallel laufen müssen.

Fazit

Die Zeiterfassung bei mehreren parallelen Projekten erfordert ein gutes System und etwas Disziplin. Timer-basierte Erfassung mit schnellem Projektwechsel ist meist am genauesten. Noch besser: Arbeiten Sie in fokussierten Zeitblöcken und minimieren Sie Kontextwechsel. Mit den richtigen Tools und Routinen behalten Sie auch bei vielen Projekten den Überblick.

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