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Projektzeit buchen: Kategorien und Struktur

Projektzeit buchen: Sinnvolle Kategorien definieren, Buchungsstruktur aufbauen und einheitliche Zeiterfassung im Projekt.

6 Min. Lesezeit
Zeitbuchung auf verschiedene Projektkategorien

Projektzeit buchen: Kategorien und Struktur

Die Art, wie Projektzeit gebucht wird, bestimmt den Wert der Daten. Eine durchdachte Struktur mit klaren Kategorien ermöglicht aussagekräftige Auswertungen und faire Abrechnungen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie ein sinnvolles Buchungssystem aufbauen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine klare Buchungsstruktur ist die Grundlage für gute Auswertungen
  • Kategorien sollten weder zu grob noch zu fein sein
  • Einheitliche Regeln für alle Projektmitarbeiter definieren
  • Die Struktur regelmäßig überprüfen und anpassen
  • Billable und non-billable Zeit trennen

Grundlagen der Projektbuchung

Was wird gebucht?

Bei jeder Zeitbuchung sollten erfasst werden:

  • Wann? Datum und Zeitraum (oder Dauer)
  • Wer? Der buchende Mitarbeiter
  • Was? Projekt oder Auftrag
  • Wofür? Kategorie/Tätigkeit
  • Details? Kurze Beschreibung (optional)

Hierarchische Struktur

Typische Buchungshierarchie:

  • Projekt – Arbeitspaket / Phase
  • Tätigkeit / Kategorie

Beispiel:

  • Website-Relaunch – Konzeption
  • Workshop

Projektkategorien definieren

Grundsätzliche Ansätze

Ansatz 1: Tätigkeitsbezogen

  • Entwicklung
  • Design
  • Projektmanagement
  • Qualitätssicherung
  • Meeting

Ansatz 2: Phasenbezogen

  • Analyse
  • Konzeption
  • Umsetzung
  • Test
  • Rollout

Ansatz 3: Kombiniert

  • Phase + Tätigkeit als zweidimensionale Matrix

Empfohlene Kategorien

Für die meisten Unternehmen sinnvoll:

KategorieBeschreibungTypisch billable?
Projekt-MeetingsAbstimmungen mit KundenJa
Konzeption/AnalyseAnforderungsaufnahme, PlanungJa
Umsetzung/ProduktionKernarbeit am LieferobjektJa
QualitätssicherungTest, Review, AbnahmeJa
ProjektmanagementKoordination, Planung internBedingt
DokumentationErstellung von UnterlagenJa
SupportNachbetreuung, FragenNach Vertrag
Interne AbstimmungTeam-MeetingsMeist nein
AdministrationOrga, BuchhaltungNein

Granularität finden

Die richtige Balance:

Zu grob:

  • Nur „Arbeit am Projekt"
  • Keine Erkenntnisse möglich
  • Wohin ist die Zeit geflossen?

Zu fein:

  • 50+ Kategorien
  • Mitarbeiter überfordert
  • Inkonsistente Buchungen

Richtwert: 5-15 Kategorien pro Projekt sind meist optimal.

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Buchungsstruktur aufbauen

Schritt 1: Projekte anlegen

Für jedes Projekt definieren:

  • Eindeutiger Name (Kunde + Projektbezeichnung)
  • Projektnummer (für Auswertungen)
  • Start- und Enddatum
  • Budget (Stunden oder Euro)
  • Projektleiter

Schritt 2: Arbeitspakete/Phasen

Projekte untergliedern in:

  • Überschaubare Einheiten
  • Mit eigenem Budget/Deadline
  • Sinnvolle Berichtsebene

Schritt 3: Tätigkeitskategorien

Kategorien festlegen:

  • Welche Tätigkeiten gibt es im Projekt?
  • Welche sind abrechenbar?
  • Brauchen wir alle Kategorien?

Schritt 4: Regeln dokumentieren

Buchungsregeln für alle:

  • Was wird wo gebucht?
  • Wie werden Grenzfälle behandelt?
  • Wer entscheidet bei Unklarheiten?

Einheitliche Buchungsregeln

Regeln für das Team

Wichtige Festlegungen:

AspektRegel
Minimale Buchungseinheit15 Minuten
Maximale Buchung ohne Pause4 Stunden
BeschreibungBei jeder Buchung erforderlich
NachbuchungsfristInnerhalb von 2 Arbeitstagen
ÄnderungenNur mit Begründung

Beispiel-Richtlinie

Zeitbuchung auf Projekte:

  1. Jede Zeitbuchung muss einem Projekt und einer Kategorie zugeordnet werden.
  2. Die Mindestdauer beträgt 15 Minuten.
  3. Beschreibungen sind kurz und aussagekräftig (z.B. „Konzept für Startseite erstellt").
  4. Buchungen erfolgen spätestens am Folgetag.
  5. Bei Unklarheit: Kategorie „Projektmanagement" nutzen und mit Projektleiter klären.

Grenzfälle

Häufige Grenzfälle klären:

Kundenmeetings:

  • Auf Projekt buchen, Kategorie „Meeting"

Reisezeit:

  • Nach Vereinbarung: Oft 50% oder eigene Kategorie

E-Mails:

  • Wenn projektbezogen: Auf Projekt
  • Wenn intern: Auf internes Projekt

Fehlerkorrektur:

  • Eigene Fehler: Non-billable
  • Vom Kunden verursacht: Billable

Buchungsregeln hinterlegen

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Buchungsvorgang

Echtzeit-Buchung

Am besten sofort buchen:

  1. Timer starten: Bei Arbeitsbeginn
  2. Timer stoppen: Bei Arbeitswechsel
  3. Beschreibung ergänzen: Kurz, aber aussagekräftig
  4. Projekt/Kategorie wählen: Richtig zuordnen

Nachträgliche Buchung

Wenn sofortige Buchung nicht möglich:

  1. Notizen machen: Was wurde wann gemacht?
  2. Zeitnah nachbuchen: Nicht am Freitag für die ganze Woche
  3. Ehrlich schätzen: Keine Wunschzeiten
  4. Dokumentieren: Dass es eine Nachbuchung ist

Häufige Fehler vermeiden

FehlerLösung
Alles auf „Sonstiges" buchenKategorien schulen
Pauschal 8 Stunden pro TagTimer nutzen
Keine BeschreibungPflichtfeld machen
Wochenlang nicht buchenTägliche Erinnerung

Auswertung nutzen

Was die Struktur ermöglicht

Mit guter Buchungsstruktur:

Typische Auswertungen

AuswertungNutzen
Stunden pro KategorieWo geht die Zeit hin?
Soll-Ist pro ArbeitspaketBudget-Kontrolle
Billable vs. Non-billableEffizienz
Aufwand vs. SchätzungLernen für nächstes Mal

Mehr dazu: Projektstunden auswerten

Struktur anpassen

Wann anpassen?

Anpassung nötig bei:

  • Kategorien werden nicht genutzt
  • Zu viel „Sonstiges"-Buchungen
  • Auswertungen nicht aussagekräftig
  • Team beschwert sich über Komplexität

Wie anpassen?

  1. Daten analysieren: Welche Kategorien werden wie genutzt?
  2. Feedback sammeln: Was fehlt, was ist überflüssig?
  3. Änderungen planen: Nicht mitten im Projekt
  4. Kommunizieren: Team informieren
  5. Historische Daten: Ggf. migrieren oder markieren

Häufige Fragen

Als Richtwert: 5-15 Kategorien. Weniger führt zu wenig Erkenntnissen, mehr überfordert die Mitarbeiter. Die optimale Zahl hängt von der Projektgröße und dem Auswertungsbedarf ab.
Ein Grundset an Kategorien sollte einheitlich sein (z.B. Meeting, Konzeption, Umsetzung). Zusätzliche projektspezifische Kategorien können ergänzt werden. Einheitlichkeit ermöglicht projektübergreifende Auswertungen.
Korrektur ermöglichen, aber dokumentieren. Viele Systeme haben Korrektur-Funktionen mit Audit-Trail. Häufige Fehlbuchungen deuten auf unklare Projektstrukturen hin – dann Struktur überprüfen.
So detailliert, dass ein Dritter versteht, was gemacht wurde. Für Kundenabrechnung oft wichtig: 'Website Startseite Layout erstellt' statt nur 'Arbeit'. Ein Satz mit 3-10 Worten reicht meist.
Idealerweise gemeinsam: Projektleitung definiert sinnvolle Kategorien, Team gibt Feedback, Controlling prüft Auswertbarkeit. Einmal festgelegt, sollte die Struktur stabil bleiben.

Fazit

Eine durchdachte Struktur für Projektzeit-Buchungen ist die Grundlage für alle weiteren Auswertungen und Abrechnungen. Mit klaren Kategorien, einheitlichen Regeln und einem sinnvollen Detaillierungsgrad schaffen Sie die Basis für aussagekräftige Reports und faire Kundenrechnungen. Investieren Sie Zeit in die Strukturplanung – sie zahlt sich mehrfach aus.

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